Auf dem Weg zu HUMAN EDEN gilt: DISKURSE HERRSCHEN NICHT!

Welche wunderbare Doppeldeutigkeit beinhaltet doch diese Überschrift – ohne dabei janusköpfig zu sein.

In Anlehnung an Jürgen Habermas – als einer der weltweit meistrezipierten Philosophen und Soziologen der Gegenwart – pflegen wir in HUMAN EDEN den herrschaftsfreien Diskurs.

Darunter verstehen wir unsere Diskussion – z.B. in unseren Gruppen bei Facebook, aber auch beim GENO-TALK und GENO-WALK – als frei von Einflüssen und Beeinflussungen von Macht, Machtstreben und Machtkämpfen.

Ein herrschaftsfreier Diskurs ist „frei von Ideologien“, wie Hans-Jürgen Bell immer wieder betont. Ohne Hierarchien suchen wir auf der Basis des konstruktiven Dialogs mit prinzipiell gleichberechtigten Kommunikationspartnern Wege und Erkenntnisse zur Umsetzung unserer Visionen von HUMAN EDEN und den UNITED CO-OPERATIVE NATIONS.

Jürgen Habermas nennt dies: die prinzipielle Unausgeschlossenheit des interessierten Publikums – z.B. in den offenen Gruppen bei FB mit mehreren Moderatoren oder Administratoren.

Der prinzipiellen Gleichheit aller Diskurs-Teilnehmerinnen folgt nahezu zwingend die selbstbestimmte und selbstverantwortliche Formulierung von Themen und Fragestellungen. Nur wenn prinzipiell die Freiheit gegeben ist, alle individuell als wichtig empfundenen Sachverhalte in den gemeinschaftlichen Diskurs einzubringen, also auf ihre tatsächliche Berechtigung hin gemeinschaftlich zu untersuchen, schreiten wir auf dem Pfad zur Erkenntnis weiter fort: warum HUMAN EDEN? Und wie kann es entstehen?

Der herrschaftsfreie Diskurs (lateinisch: „dis-currere“ meint so viel wie „hin- und herlaufen“) als hin- und herwogende Gesprächssituation wird mit authentischen Beiträgen die rationalen wie auch emotionalen Zielsetzungen von HUMAN EDEN er-diskutieren.

Wenden wir uns nun des Wortes anderer Bedeutung zu: es „herrscht“ doch teilweise zu wenig Diskurs, d.h. wir wünschen uns noch mehr Diskurs-Themen, Fragestellungen und Einwürfe, also mehr Diskurs-Teilnehmerinnen.

Lasst uns aus den sanften Wogen unserer Diskurse hin und her brausende Wellen machen, die sich gemeinsam ihre Bahn brechen, um an die Strände von HUMAN EDEN | UNITED CO-OPERATIVE NATIONS zu gelangen.

Also macht einfach mit, denn „Diskurse herrschen nicht!“

Hier eine passende Gruppe zum Thema: https://www.facebook.com/groups/329…


Zum Abschluss sei mit einer leichten Abwandlung folgendes Zitat von Jürgen Habermas erlaubt:

>>Deshalb heißt HUMAN EDEN vor allem, zu wissen, was man nicht will, wovon man sich befreien will: von einer Lebensform, in der alle Lebensfragen solange umdefiniert werden, bis sie in das Muster abstrakter Arbeit industrieller und gewinnorientierter, bürokratischer und herrschaftsorientierter Prägung hineinpassen.>> (im Original: Sozialismus statt Human Eden)

HUMAN EDEN | UNITED CO-OPERATIVE NATIONS im März 2017


Literaturangaben:
Jürgen Habermas: Theorie des kommunikativen Handelns, 2 Bände, Bd. 1: Handlungsrationalität und gesellschaftliche Rationalisierung; Bd. 2: Zur Kritik der funktionalistischen Vernunft, Frankfurt a.M. 1981
Jürgen Habermas: Wahrheitstheorien aus dem Jahr 1972, in: Vorstudien und Ergänzungen zur Theorie des kommunikativen Handelns, Frankfurt am Main 1995, S. 127–186